Servicenummer für Firma


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Der Offline-Handel wird für immer mehr Online-Händler interessant

War es lange Zeit geradezu „out“, wenn sich Händler ihren Kunden nur mit einem stationär zu erwerbenden Warenangebot präsentierten, geht der Trend nun dahin, dass immer mehr Anbieter den Sprung aus dem World Wide Web wagen und sich in den Innenstädten niederlassen. Und das, obwohl der Onlinehandel nach wie vor boomt und an Attraktivität für die Kunden nichts verloren hat.

Das Echo der Schimpftiraden ist immer noch nicht verklungen: Keiner kauft mehr in den Geschäften in der Stadt! Der Online-Handel ist der Tod für jeden stationären Handel! Im Geschäft lässt man sich beraten, online wird dann gekauft! – So oder so ähnlich echauffierte sich der klassische Einzelhandel zu Beginn des Online-Booms. Mittlerweile scheint sich das Blatt aber etwas zu wenden, denn die Online-Anbieter reizt es immer mehr, ihre Kunden auch im „Real-Life“ bedienen zu können. Ob Notebooksbilliger, die Online-Confiserie Chocri oder MyMuesli, was online funktioniert und Kunden anzieht, kann schließlich auch in der Stadt kein Flop werden. Ob nun ein eigenes Geschäft eröffnet wird, oder ausgewählte Fachgeschäfte die Produkte vertreiben, der Offline-Handel scheint seinen Reiz noch nicht völlig verloren zu haben. Ganz im Gegenteil. Viele Online-Unternehmen sehen hier noch nicht genutzte Wachstumschancen.

Servicenummer für Firma benötigt? Wir können in jedem Land und damit für jeden Ihrer Online-Shops Rufnummern anbieten. In Deutschland setzen Firmen wie beispielsweise Zalando auf 0800 Nummern.

Das Kölner Handelsforschungsinstitut EHI hat sich dieses Vorgehen einmal genauer angesehen und festgestellt, dass mittlerweile bereits jeder zweite von den 1.000 größten Onlineshops mit seinen Produkten auch in der Stadt anzutreffen ist. Für das ein oder andere Online-Unternehmen mag der Weg in den stationären Handel durchaus auch als Plan B anzusehen sein. Denn glaubt man Kai Hudetz, einem Handelsexperten des Instituts für Handelsforschung, werden 90% der Händler, die sich alleine auf den Online-Vertrieb fokussieren, keine dauerhafte Zukunft haben. Einer der Gründe hierfür hat auch einen Namen: Amazon. Online-Riesen wie Amazon machen es vielen kleineren Händlern schwer, sich dauerhaft zu etablieren und online durchzusetzen. Da bleibt dem ein oder anderem nichts weiter übrig, als nach weiteren Möglichkeiten der Kundenbindung zu suchen. Und diese findet sich nicht online, sondern in den Städten.

Die Marken können durch ihre Präsenz in den Städten nicht nur deutlich an Bekanntheit gewinnen, sondern bieten ihren Kunden so den entscheidenden Vorteil, aus der Anonymität des Netzes herauszutreten und der Marke ein Gesicht und mehr Persönlichkeit zu verleihen. Für die Vertrauenswürdigkeit ist dies ein deutlicher Pluspunkt. Kunden schätzen es zudem, Produkte vor dem Kauf in Augenschein zu nehmen, sie anzufassen oder, sollte es sich wie bei MyMuesli um Lebensmittel handeln, sie auch zu probieren.

Weitere Vorteile des Offline-Handels: Farben werden live viel besser wahrgenommen als über den Bildschirm des PCs. Geräte können ausprobiert und Kleidung anprobiert werden. Fehlkäufe verringern sich dadurch. Zudem können Kunden direkt in den Geschäften beraten werden. Wer vielleicht noch unentschlossen ist oder sich auf dem jeweiligen Gebiet nicht wirklich auskennt, kann sich durch eine entsprechende Beratung noch vor Ort zu einem Kauf entscheiden.

Dass Online-Händler mit stationärem Ladengeschäft und klassische Einzelhändler jedoch fortan Hand in Hand gehen werden, bezweifelt man an der Hochschule Niederrhein. Der Handelsexperte Gerrit Heinemann sieht hier vielmehr eine nochmalige Steigerung des Drucks, der ohnehin schon auf dem Einzelhandel lastet. Denn der liege hier eindeutig bei den Online-Händlern, die ein effizienteres Arbeiten vorweisen können und die Symbiose aus digitaler Technik und klassischem Verkauf beherrschen.