Hotline zur Organspende


Hotline zur Organspende soll helfen, Fragen zum Spendenablauf zu beantworten

Mehr als 12.000 Menschen sind allein in Deutschland dringend auf ein Spenderorgan angewiesen. Über 400 sind es in Schleswig-Holstein.

Die Spendenbereitschaft der Deutschen hat in den letzten Jahren zusätzlich nachgelassen. Dabei liegt Schleswig-Holstein an vorletzter Stelle im Vergleich der Bundesländer. Die durschnittliche Wartezeit, die ein Patient aufbringen muss, liegt bei etwa vier Jahren. In dieser Zeit verstirbt etwa jeder dritte Patient, weil er nicht rechtzeitig ein Spenderorgan bekommen konnte.

Jüngste Skandale verunsichern die Bürger und Bürgerinnen zusätzlich. Die Unsicherheit, ob mit den Organen tatsächlich nach den Wünschen der Spender umgegangen wird und ob sich derartige Skandale wiederholen können, hält so manchen Bürger davon ab, sich als Spender zu registrieren.
Daher ist es überaus wichtig, dass potenzielle Spender so gut wie möglich informiert und offene Fragen weitgehend geklärt werden. Denn die Entscheidung sich als Organspender eintragen zu lassen, muss jeder für sich selbst finden.

Um diese Entscheidung treffen zu können, müssen im Vorfeld aber wichtige Fragen klar beantwortet werden. So sollten beispielsweise die Voraussetzungen für eine Organspende ausgelotet werden. Außerdem müssen verschiedene Unklarheiten beseitigt werden. Vielen Bürgern ist oftmals völlig unklar, nach welchen Kriterien die Vergabe der Organe erfolgt und wie der sogenannte „Hirntod“ medizinisch definiert wird. Ebenso wichtig ist außerdem, wer die Entscheidung über eine Organspende treffen kann und darf, wenn zu Lebzeiten kein Organspendeausweis ausgefüllt wurde.

All diese und viele weitere Fragen sollen nun von den Experten Wolfgang Veit vom Bundesverband der Organtransplantierten und Dr. Thorsten Doede von der Deutschen Stiftung Organtransplantation beantwortet werden.

Anrufer der kostenfreien Hotline der AOK NordWest können mit den beiden Spezialisten am Donnerstag, den 17. Oktober zwischen 16 und 18 Uhr über diese und andere Fragen sprechen, sodass Unklarheiten beseitigt werden und der Schritt zur Organspende leichter fällt. Zu erreichen sind die Experten unter der Nummer 0800/2655020.

Aus Lübeck kommentiert der AOK-Niederlassungsleiter Torsten Flocken, dass die AOK den Menschen in dieser Region mit Hilfe dieser Hotline neben umfassenden Informationen auch Entscheidungshilfen geben möchten. Die Intension der AOK läge vor allem darin, dass die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit bekommen, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, wobei es völlig egal sei, ob sie sich am Ende zur Organspende entschließen oder nicht.