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Streik bei Amazon – die Beschäftigten legen ihre Arbeit nieder

Der Konflikt zwischen der Gewerkschaft Ver.di und dem weltweit größten Internetversandhändler Amazon geht in eine neue Phase, denn an sechs Standorten in Deutschland traten die Amazon Mitarbeiter in einen Streik. Ver.di verlangt einen neuen Tarifvertrag für die Beschäftigen an den Standorten Werne und Rheinberg in Nordrhein-Westfalen. Dort folgten die Beschäftigen dem Streikaufruf der Dienstleistungsgewerkschaft und legten die Arbeit nieder. Neben den Standorten in Nordrhein-Westfalen wurde auch in Bad Hersfeld in Hessen, im sächsischen Leipzig und auch im bayrischen Graben sowie in Pforzheim in Baden-Württemberg gestreikt.

Amazon betonte, dass der Streik keinerlei Einfluss auf die Einhaltung der Kundenversprechen haben wird, denn die „überwältigende Mehrheit“ der mehr als 10.000 Beschäftigten am Standort Deutschland ist nach wie vor im Einsatz. Zudem haben, laut Amazon, mehr als 1.000 Beschäftigte eine Kampagne für ihren Arbeitgeber gestartet. Denn diese Mitarbeiter sind der Ansicht, dass ihre Arbeit durch die Gewerkschaft Ver.di völlig falsch dargestellt wird.

Amazon Telefonservice

01805 90 80 14

(14 Cent pro Minute; Mobilfunk max. 42 Cent pro Minute)

Diese Nummer ist kein offizieller Service von Amazon und damit auch nicht die offizielle Amazon Hotline. Bei Amazon in Deutschland wird seit 2013 immer wieder gestreikt. Der Grund für die Streiks ist nach wie vor ein Streit um Tarifverträge. Auch wenn Amazon seinen Beschäftigten eine Lohnerhöhung von 2,5 % in Aussicht gestellt hat, gibt es nach Angaben von Ver.di immer noch große Lücken zu den Branchen-Tarifverträgen, wie sie im Einzel- und im Versandhandel üblich sind. Verhandlungen mit der Gewerkschaft lehnt das amerikanische Unternehmen noch immer ab, denn Amazon sieht sich als Dienstleister in der Logistikbranche und behauptet, dass die Bezahlung am oberen Ende dessen liegt, was für ähnliche Tätigkeiten bezahlt wird.

Ver.di wirft Amazon vor, seinen Mitarbeitern einen Tarifvertrag zu verweigern. Wenn sich das Unternehmen auch in der Zukunft weigert, an Tarifverhandlungen teilzunehmen, kann es passieren, dass Amazon im Weihnachtsgeschäft mit Problemen rechnen muss.